Mittagsvorlesungen
| PAUWELS-GEDÄCHTNISVORLESUNG | |
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Begrüßung und Moderation
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Günther K. (Dresden) |
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60’
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Mittwoch, 21.10.2009, 13:00 14:00 Uhr, Saal 3 Femoroacetabuläres Impingement häufiger Initiator der Coxarthrose Ganz R. (Gümligen) |
![]() Prof. Dr. Reinhold Ganz |
Das Konzept des Femoroacetabulären Impingement (FAI), welches maßgeblich von Prof. Dr. med. Reinhold Ganz und den Mitarbeitern seiner Berner Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren entwickelt wurde, beschreibt einen außerordentlich wichtigen Risikofaktor in der Entstehung von Coxarthrosen. Es hat unsere Vorstellungen von Ätiologie und Pathogenese der Coxarthrose als einer der wichtigsten orthopädischen Erkrankungen grundlegend verändert. Die dem Konzept zugrundeliegende biomechanische, pathomorphologische und klinische Forschungsarbeit wird vom diesjährigen Preisträger der Pauwels-Medaille in unserer Mittagsvorlesung zusammengefasst, womit er im besten Sinne die Tradition dieser herausragenden Veranstaltung fortführt.
Prof. Dr. med. Reinhold Ganz, geboren am 20. August 1939 in Karlsruhe, war von 1981 bis 2004 Ordinarius für Orthopädie an der Universität Bern. Während dieser Zeit hat er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern die Operationstechnik der ”Bernese Periacetabular Osteotomy” international etabliert, völlig neue Korrekturverfahren am proximalen Femur entwickelt und damit wirksame Behandlungsmöglichkeiten des Hüftimpingement ermöglicht. Die hervorragende Bedeutung seiner Arbeiten kommt in einer Vielzahl von renommierten Wissenschaftspreisen und Auszeichnungen zum Ausdruck, die er erhalten hat zuletzt den ”Arthur Steindler Award” der Orthopaedic Research Society im Jahr 2008. Derzeit ist Prof. Dr. med. Reinhold Ganz ”President elect” der International Hip Society. |
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1958 - 1964
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Studium der Humanmedizin an den Universitäten von Freiburg, Kiel, Berlin und Innsbruck |
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1964 - 1966
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Assistenzarzt in Münsterlingen, Lahr und Waldshut |
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1966 - 1969
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Assistenzarzt am Pathologischen Institut der Universität Basel |
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1969
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Forschungsaufenthalt am AO-Institut Davos |
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1970 - 1980
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Assistenzarzt bzw. Facharzt an der Orthopädischen Klinik der Universität Bern |
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1981 - 2004
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Ärztlicher Leiter der Orthopädischen Klinik am Inselspital und Ordinarius für Orthopädie an der Universität Bern |
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2004 - 2007
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Consultant Professor an der Universitätsklinik Balgrist, Zürich |
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seit 2004
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Emeritus und Consultant Professor an der Orthopädischen Universitätsklinik Bern |
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seit 2006
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Instruktor der ”North Italian Group for Joint Preserving Hip Surgery” |
| MITTAGSVORLESUNG DGU | |
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Begrüßung und Moderation
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Zwipp H. (Dresden) |
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60’
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Donnerstag, 22.10.2009, 13:00-14:00 Uhr, Saal 2 Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land Tellkamp U. (Dresden) |
![]() Uwe Tellkamp |
Uwe Tellkamp ist 1968 in Dresden geboren. Während seines Wehrdienstes in der NVA verliert er wegen »politischer Unzuverlässigkeit « seinen Medizinstudienplatz und wird 1989 wegen Befehlsverweigerung im Zuge der Wende für zwei Wochen inhaftiert. Es folgt eine kurzzeitige Tätigkeit als Gehilfe auf einem Braunkohleförderbagger und Hilfsdreher in einem Lichtmaschinenwerk vor dem Oktober 1989 sowie Arbeit als Hilfspfleger auf einer Intensivstation in Dresden. Ab 1990 Studium der Medizin in Leipzig, New York und Dresden. Nach seinem akademischen Abschluss arbeitet er als Arzt in der Unfallchirurgischen Klinik des Krankenhauses Dresden Friedrichstadt. Derzeit lebt er mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn als freier Schriftsteller in Freiburg. Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Schriftsteller hatte er 1992 in Dresden. Bislang sind von ihm erschienen: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café (Faber & Faber, Leipzig, 2000), Der Eisvogel (Rowohlt, Berlin 2005) und Der Turm (Suhrkamp Frankfurt/M. 2008). Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Tellkamp durch den Vortrag eines Auszugs aus seinem Roman Der Schlaf in den Uhren im Juni 2004 in Klagenfurt, durch den er den Ingeborg-Bachmann- Preis gewann. Der Roman Der Turm, welcher im Dresden der Jahre 1982-1989 spielt, erhielt im Jahr 2008 den Uwe-Johnson-Preis und den Deutschen Buchpreis. "Uwe Tellkamps großer Vorwenderoman Der Turm entwirft in einer Fülle von Szenen, Bildern und Sprachformen das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt er von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten System. Der Roman spielt in den verschiedensten Milieus, unter Schülern, Ärzten, Literaten und Politkadern. Uwe Tellkamp schickt seinen rebellischen Helden Christian Hoffmann auf eine Höllenfahrt, aus seiner Enklave in den Militärdienst bis zum Strafvollzug der NVA. Den Lesern erschließen sich wie nie zuvor Aromen, Redeweisen und Mentalitäten der späten DDR. Unaufhaltsam treibt das Geschehen auf den 9. November zu" , lautet die Begründung der Jury-Mitglieder für die Verleihung des "Deutschen Buchpreises" 2008. |



